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Gedenkfeier Ida Kropff
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Am 01.08.1918 verstarb unsere Stifterin Ida Kropff Federath. Aus Anlass ihres 100. Todestages wollen wir uns mit Ihnen gemeinsam an ihr Wirken und ihr soziales Engagement erinnern.

Programm:

Dienstag, 31.07.2018 Wanderung zur Luisenquelle

  • Treffpunkt 18:00 Uhr an der Hasley Hütte Olsberg

Mittwoch, 01.08.2018 Gedenkfeier um 16:00 Uhr

  • Familiengrabstätte Kropff-Federath auf dem Friedhof Olsberg

    Gebet durch Dechant Richard Steilmann
    Ansprache des Aufsichtsratsvorsitzenden Ludger Imöhl über das Leben und Wirken
    Der Gnädigen Ida Kropff-Federath

    Kranzniederlegung

  • Umrahmt wird die Gedenkfeier durch die Blechbläser.

Im Anschluss laden wir sie herzlich in unser historisches Gebäude in der Rutsche in Olsberg ein:

  • Grußwort des Bürgermeisters
  • Bericht der Geschäftsführerin Anja Gernholt über die Entwicklung der Stiftung
  • Ausstellung mit Bildern von Ida Kropff Federath
  • Filmvorführung über ihr Leben von Hans Martin Köster
  • Kleiner Imbiss und gemütliches Beisammensein

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung
Der Kropff-Federath‘schen Stiftung

 

Kropff-Federath´sche Stiftung
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Der Aufsichtsrat der Kropff-Federath´schen Stiftung

Ludger Imöhl
Pfarrer Richard Steilmann
Peter Loesmann

Informationen zur Stiftung

Ida Kropff-Federath

Ida Kropff-Federath geb. Brüning erblickte am 10.06. 1839 als jüngstes Kind der Eheleute Justizrat Karl Josef Brüning und Maria - Gertraudis geb. Luduvici in Brakel Kreis Höxter das Licht der Welt.Sie hatte noch fünf Geschwister - Wilhelm, Erwin, Marie (verh. Everken), Joseph und Antonia (verheiratete Unkraut). In erster Ehe war sie mit dem Olsberger Hüttenbesitzer und Gewerken Caspar Kropff verheiratet.Ihre Eheschließung war am 22.09.1863 in Brakel, ihrem Heimatort.

Ihr Ehemann Caspar, ist in Olsberg am 16.12.1835 geboren und starb plötzlich am 14.02.1888 in Berlin im Alter von 52 Jahren. Seine Todesursache ist im Sterberegister mit Herzlähmung angegeben. Ehefrau Ida war 49 Jahre alt.

In zweiter Ehe heiratete sie drei Jahre später, (52jährig) am 03.06.1891 den Landrat des Kreises Brilon Dr. Hans Carl Federath aus Culm. Die Hochzeit geschah kurzentschlossen bei einer Berlinreise in der St. Hedwigs-Kathedrale. Dies belegen die Trauzeugen die spontan ausgewählt wurden.

Dr. Hans Carl Federath ist am 27.10.1848 geboren und starb mit fast 66 Jahren am 11.04.1914 bei einem Kuraufenthalt in Prien am Chiemsee. Ehefrau Ida war zu diesem Zeitpunkt 75 Jahre alt. (Dr. Federath soll illegitimer Sohn Bismarcks sein).

Dr. Federath wollte mit den Hüttengeschäften seiner Ida nichts zu tun haben. So führte sie allein die Werke Olsberger Hütte und Altenbekener Eisenhütte, mit ihren Angestellten, zum Wohle ihrer Arbeiter und deren Familien.

Große Hilfe bekam sie auch immer von ihrem Neffen, dem Sohn ihrer Schwester Marie, Hermann Everken, der damals bei Krupp in Essen sechs Gießereien leitete. Die Umsiedlung nach Olsberg erfolgte am 29.06.1921 wegen Übernahme der Olsberger Hütte.

In Olsberg lebte das Gewerkenehepaar auf dem Besitz Caspars Vorfahren, genannt: „Der obere Hof“, erbaut 1701, in einer prunkvoll ausgestatteten Villa. Ursprünglich befand sich auf dem Grundstück der Villa ein Schafstall. Hier betrieben zwei Kropff-Brüder eine Schäferei. In ihrem Gästehaus, auch „das bessere Jenseits“ genannt, gingen viele prominente Gäste ein und aus.

Streng katholisch wuchs Sie mit ihren Geschwistern im Elternhaus in Brakel auf. Auch hier in Olsberg war ihr die Nähe zur Kirche und den Geistlichen sehr wichtig. Schon in der alten Kapelle, die zu ihrer Zeit 1879 durch einen Oktogon-Anbau erweitert wurde, hatte die Gewerkenfamilie ihre eigene Kirchenbank, die auch nach dem Kirch-Neubau 1901 übernommen wurde und auch heute noch als erste Bank an der Frauenseite steht. An dieser Bank befinden sich noch eingeschnitzt ihre Initialen und das Bergbauemblem „Schlegel und Eisen“.

Die für sie wohl wichtigste Wohltat war die Schenkung ihrer Brilliantenkette, die sie für die wertvolle Monstranz opferte. Insgesamt 10 Brillianten und eine weiße Perle wurden vom Paderborner Künstler Cassau in die Lunula eingearbeitet. Diese Lunula (Halbmond) ist die Halterung für das Allerheiligste, die Hostie. Die Monstranz war ein Geschenk der Gemeinde zum 25jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Peter Quinke im Jahr 1919.

Am 20.11.1903 ertönt zum ersten Mal das Geläut der neuen Glocken der St. Nikolaus Pfarrkirche, die bei der Firma Humpert in Brilon gegossen wurden. Für diesen Guss wurden auf Veranlassung des Kriegsministers zwei französische Kanonenrohre aus dem Depot in Spandau verwandt.

Die Glocke mit dem E-Ton trug die Inschrift:  „Kommet ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret ...“. Sie wurde dem heiligen Johannes dem Täufer und der hl. Ida geweiht. (Namenspatrone der Stifter Geheimrat Dr. Federath und Frau Ida). 14 Jahre später, 1917 ertönte ihr Geläut zum letzten Mal. Auch sie mussten für Kriegszwecke abgegeben werden. Nur die kleine Petrusglocke, überlebte beide Weltkriege im Turm.

Die Abpfarrung von der Mutterkirche in Bigge:
Am 09.02.1911 nimmt der Kapellenvorstand eine Schenkung von Frau Geheimrat Dr. Federath auf 600 Mark jährlich mit einem Garantiekapital von 17 500 Mark an. Die bischöfliche Behörde erklärt ihr Einverständnis und die Genehmigung erfolgt am 24.11.1913. Am 03.03. 1915 wird die Urkunde Nr. 2896 ausgestellt. Olsberg ist zur Pfarrgemeinde erhoben. 25.03.1915 bestätigt der Staat die Pfarreierrichtung.

Gegen Ende ihres Lebens brachte sie ihr gesamtes Vermögen in eine Stiftung ein. In einem, von ihr handgeschriebenem zwölfseitigen Testament sah sie vier Stiftungszwecke vor:

 

  1. die Errichtung eines katholischen Waisenhauses in Olsberg auf ihrer dortigen Besitzung.
  2. Errichtung eines interkonfessionellen Krankenhauses in Altenbeken
  3. Alljährliche Aushändigung eines Betrages von 6000 Mark an den jeweiligen Bischof von Paderborn zu Unterstützung hilfsbedürftiger Geistlicher oder Theologiestudierender der Diözese Paderborn
  4. Anlage eines Kapitals von 100 000 Mark und Verwendung seiner Zinsen zur Unterstützung ihrer Arbeiter
  5. Dem St. Josefshospital Olsberg ein Kapital von 16000 Mark zur Stiftung von zwei Freibetten

Durch die drastische Wertminderung, entstanden durch die Inflation,  konnte nur ihr wohl wichtigstes Vorhaben, die Errichtung eines Waisenhauses in Olsberg verwirklicht werden.

„Am 01.08.1918 um 5 ¼ Uhr morgens verstarb Ida Kropff-Federath an einem Herzschlag und Gallensteinen.“ So steht es im Olsberger Sterberegister. Am 05.08.1918 wurde sie unter großer Anteilnahme vieler prominenter Gäste und der hiesigen Bevölkerung auf dem Bigger Friedhof zu Grabe getragen. Sie fand ihre letzte Ruhe in dem Mausoleum der Familie Kropff.

Olsberg im Juli 2018
Hans Martin Köster

Kurzbeschreibung
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Die Jugendhilfe Olsberg versteht sich als innovationsorientierte moderne Einrichtung der Jugend-, Familien- und Erziehungshilfen.

In 12 stationären Gruppen, 2 Tagesgruppen und in ambulanten Hilfeformen arbeiten zur Zeit 150 MitarbeiterInnen.

Die langjährige Erfahrung und die Zusammenarbeit mit aktuell 27 Jugendämtern ermöglicht der Jugendhilfe Olsberg sich auf dynamische Veränderungsprozesse und die zunehmende Individualität im Hilfebedarf, der Hilfeplanung und Hilfegestaltung optimal einzustellen.

Aspekte wie Qualität, Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Offenheit und Transparenz spielen in unserer Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle.

 

Entstehung

Bereits 1914 wurden Kinder in das Waisenhaus in Olsberg aufgenommen. In den Kriegsjahren diente das Haus als Lazarett. Nach dem 2. Weltkrieg wurde aus dem Waisenhaus ein Kinderheim, welches sich dann zu einer modernen Jugendhilfeeinrichtung entwickelt hat.

Die Jugendhilfe Olsberg befindet sich in Trägerschaft der Kropff-Federath´schen Stiftung und unterliegt dem Caritasverband Paderborn als Dachverband.

 

Lage

Olsberg ist eine Kleinstadt im Hochsauerlandkreis nur wenige Kilometer von den beliebten Urlaubsorten Willingen und Winterberg entfernt. 2 unserer Wohngruppen befinden sich in Erwitte im Kreis Soest. Aufgrund der sehr guten Verkehrsanbindung ist Olsberg sowohl mit dem PKW als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Freunde und Förderer
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Nachfolgende Unternehmen haben uns in den letzten Jahren durch Sach- und Geldspenden unterstützt. Mit ihrer Zuwendung konnten wir einzelne Projekte und Aktionen erst verwirklichen. Allen Spendern unseren herzlichen Dank!


Meisterwerke, Rüthen



Sport Schettel, Olsberg



Stadt Olsberg



Schwimmbad Alme



Sparkasse Hochsauerland, Brilon